6. Pfälzisch/Saarländisches Böllerschützentreffen in Otterstadt

Zum 6. Pfälzisch/Saarländischen Böllerschützentreffen führte es unsere Böllerschützen dieses Jahr ins pfälzische Otterstadt. Da das Pfälzisch/Saarländische Böllerschützentreffen im letzten Jahr aus organisatorischen Gründen ausgefallen war, freuten sich unsere Schützen umso mehr, dieses Jahr wieder einmal zu einem großen Böllerschützentreffen fahren zu können. Leider konnte nur ein kleiner Teil unserer Schützen aus Platzmangel des Organisators teilnehmen. Demnach reisten 3 von derzeit 14 Böllerschützen, sowie unsere Vereinsfotografin am Sonntagmorgen ins Pfälzische Otterstadt. Günter Mang, Kommandant der Otterstadter Böllerschützen, zeigte sich erfreut und beeindruckt von den angereisten Schützenvereinen. In seiner Eröffnungsrede rief er alle Teilnehmer zu Disziplin auf. Sicherheit sei das oberstes Gebot, so Mang. Beim Böllerschießen wird nicht einfach wild drauflosgeschossen, sondern das Ganze läuft streng nach Kommandos ab. Auf Kommando wird erst einmal gemeinsam geladen, das heißt das Schwarzpulver wird in den Lauf eingefüllt. Danach folgt das gemeinsame verdämmen. Dazu schlagen die Schützen mit einem Verdämmhammer auf einen Ladestock, wodurch das Schwarzpulver verdichtet wird. Die Verdichtung ist die Voraussetzung dafür, dass es zur Explosion kommt. „Zündhütchen setzen“ lautet dann das nächste Kommando. Das Zündhütchen wird auf den Piston aufgesetzt, der sich am Ende des Zündkanals befindet. Nach dem Befehl zum Fertigladen wird schließlich der Hahn gespannt und der Handböller nach oben gehalten. Als Letztes kommt das Schusskommando. Geschossen wird in ganz bestimmten Reihenfolgen. Der Kommandant legt die Schussfolge fest. In Otterstadt waren dies: Salut (alle schießen gleichzeitig), schnelle oder langsame Reihe (nacheinander wird in verschiedenem Tempo geschossen), Doppelschlag (zwei Schützen schießen in schneller Folge nacheinander, die folgenden jeweils im Abstand von zwei Sekunden) und Gegenläufiges Reihenfeuer (abwechselnd von links und rechts), sowie das Gruppenschiessen, wobei jede Böllergruppe selbstständig entscheidet welche Schussfolge sie darbieten will. Insgesamt hörten 85 Schützen von geplanten 120 Schützen auf das Kommando des Kommandanten Günter Mang und ließen das Gelände unterhalb des Dammes auf dem Altrhein-Rückhaltebecken erzittern. Teilweise hatten die Vereine mehr als 250 Kilometer Anreise. Sie kamen vom Saarland über die Pfalz bis hin in den Baadischen Raum. Die zahlreichen Zuschauer erlebten ein buntes Bild mit tollen Trachten, edlen Hand-, Schaft- und Standböllern, sowie beeindruckenden Böllerkanonen. Auch der beträchtliche Frauenanteil bei den Schützen war nicht zu übersehen. Nach dem Böllerschiessen ging es zum geselligen Teil im festlich geschmückten Hof des Otterstadter Schützenhauses über. Um 17 Uhr wurde die Heimreise angetreten, im Gepäck viele schöne Erinnerungen.

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