Klassenerhalt verfehlt

Erster Februar, Jubel, Musik und konzentrierte Sportler. Es ist der letzte Regionalligakampf in Reutlingen. Vorneweg kämpfen Schömberg und Waldsee um den Aufstieg in die zweite Bundesliga. Hinten sind es der PSV Reutlingen und der SV Bruchmühlbach, die heute nochmals alles aus sich rausholen und gegen den Abstieg in die Landesliga schießen. Reutlingen als Ausrichter hat für top Bedingungen gesorgt. Beleuchtung, Scheiben, Organisation, Verpflegung- es fehlt an nichts. 14:00 Uhr, die Ampel springt um und die Wettkämpfe nehmen ihren Lauf. Für Bruchmühlbach standen als erste Gegner gleich die erstplatzierten Schömberger an. Trotz zwischenzeitlicher Führung und guten Ergebnissen musste man sich verdient geschlagen geben. Rückblickend zog sich der Wettkampftag so weiter fort. Egal mit welcher Leistung, am Ende hatten die Anderen die besseren Pfeile sitzen. So stand es zur Halbzeit 0:8 gegen Bruchmühlbach.

Für Waldsee war die Ausgangslage besser, wenn nicht weniger anspruchsvoll. Ging es heute doch für Waldsee um den Aufstieg in die zweite Bundesliga. Einzig Schömberg war vor ihnen mit einem hauchdünnen Vorsprung von vier Matchpunkten. Krankheitsbedingt war die Mannschaft heute nur in der Besetzung Felix Claus, Anton Bolle, Christian Breust und Christian Oswald vertreten. Christian Oswald, eigentlich Mitglied der zweiten Mannschaft, sprang für die beiden Ausfälle Andreas Schuster und Patrick Gieger ein. Waldsee hatte einen durchwachsenen Start. Die Leistungen passten einfach nicht so recht. Erstes Match klar gewonnen, zweites direkt verloren. Das hatte man sich anders vorgestellt. Zur Halbzeit hatte man lediglich zwei Siege und zwei Niederlagen. Infolge machten die Schömberger weiter Boden gut.

Nach der Halbzeitpause ging es für die beiden Pfälzer Mannschaften unverändert weiter. Die Leistungen wurden stabiler. Am Ende konnte Waldsee immerhin verdient noch eines der drei Matches für sich entscheiden und sicherte sich Platz 3, punktgleich mit den zweitplatzierten Nürtinger. Ein großes Lob hatte der Mannschaftsführer Felix Claus für seinen Teamkameraden Christian Oswald: „Ohne ihn wäre heute Platz 3 nicht haltbar gewesen! Eineinhalb Jahre schießt er jetzt und lieferte heute den besten Schnitt von uns ab.“.

Für Bruchmühlbach ging es leider weiter wie es aufgehört hatte. Egal was die Bruchmühlbacher schossen. Der Gegner hatte die bessere Leistung. Im letzten Match standen sich dann die beiden vermutlichen Absteiger PSV Reutlingen und der SV Bruchmühlbach gegenüber. Ein Pünktchen trennten die Beiden. Da war die Anspannung nochmal richtig hoch. Keiner wollte natürlich dieses Match verlieren. Pfeil für Pfeil trafen die Sportler die Mitte. Fünf Sätze später ging Reutlingen verdient als Sieger hervor.

So heißt es am Ende: Herzlichen Glückwunsch der TG Waldsee zu Platz 3 und dem Klassenerhalt. Der SV Bruchmühlbach wird in der Saison 2020/2021 wieder in der Landesliga antreten.

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